Nicol Ljubic Ein Mensch brennt
Ein Mensch brennt

Roman, 2017
Wenn es um Fußball geht, kann man dem zehnjährigen Hanno Kelsterberg nichts vormachen. In Sachen Protest allerdings auch nicht. Seit zwei Jahre zuvor der asketische Hartmut Gründler ins Souterrain der Familie zog und sich als unbeugsamer Politkämpfer entpuppte, steht Hannos einst heile Welt auf dem Kopf. Statt Fußball zu spielen, muss er nun mit zu Demos und verteilt Handzettel. Während der Vater den Mann im Keller zunächst belächelt, gerät die Mutter in den Bann des kompromisslosen Idealisten, die Ehe zerbricht. Ein provokanter und berührender Roman über eine Familie, die unversehens von der Zeitgeschichte gestreift wird.

„Der tief deutsche Roman ›Ein Mensch brennt‹ ist sein bisher bester.“ (Hans-Peter Kunisch ― Süddeutsche Zeitung)
Nicol Ljubic Berlin Autor Journalist Buch: Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit
Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit

Anthologie, 2012
Siebzehn deutsche Schriftsteller erzählen von ihren Erfahrungen in einem Land, das sie Heimat nennen. Sie heißen Ljubic, Bánk, Müller, Gorelik, Barbetta oder Özdogan. Sie sind Deutsche, aber man nennt sie „Deutsche mit Migrationshintergrund“. Hier äußern sie sich zur Debatte über Heimat, Herkunft und ihre Identität. Ein Plädoyer für einen neuen Blick auf das, was uns fremd erscheint.

Tanjev Schultz - Süddeutsche Zeitung: „Nicol Ljubic hat eine ebenso ernste wie erfrischende Anthologie zu solchen Fremdheitserfahrungen im eigenen Land herausgegeben.“
Nicol Ljubic Berlin Autor Journalist Schreibtisch Buch Als wäre es Liebe
Als wäre es Liebe

Roman, 2012
49 Jahre muss Friedrich seine Strafe verbüßen, bevor er im Gefängnis verstirbt. Er ist ein Frauenmörder, den die deutsche Nachkriegsgesellschaft als Sündenbock für immer wegschließen will. Sie verliebt sich in ihn, teilt die wenigen Stunden in Freiheit, die man ihm irgendwann gewährt. Es ist eine Liebe, die sie ausschließt: Aus ihrer Familie, dem Freundeskreis, der Gesellschaft eines Landes, dem sie zutiefst misstraut. In einem Kokon aus Abhängigkeit und Illusion lebt sie eine Liebe, die getrieben ist von der Überzeugung, dass es die gesellschaftlichen Umstände sind, die ihn zum Mörder machten. Und die sie ihre eigene Realität – ihren Sohn – vergessen lassen.

„Es gibt Bücher, die liest man nur wenige Stunden, und man hat das Gefühl, als würde man Jahre an Lebenserfahrung gewinnen. Dieses Buch ist so eines.“ (Sonja Hartwig – KulturSpiegel)
Meeresstillle Nicol Ljubic
Meeresstille

Roman, 2010
Robert liebt Ana, und Ana liebt Robert. Doch etwas gerät zwischen sie, worüber Ana nicht sprechen kann. Etwas ist vorgefallen, damals, im Jugoslawienkrieg, als sie noch ein Mädchen war. Eine ungeklärte Schuld ihres Vaters, die sie, weit weg von ihrer Heimat, bis nach Berlin verfolgt. Der serbische Kriegsverbrecher Zlatko Simic steht in Den Haag vor Gericht. Im Zuschauerraum sitzt Robert und versucht, sich ein Bild von dem Mann zu machen, über den Ana so liebevoll erzählt hat. Wie konnte dieser Mann schuldig werden an einem teuflischen Verbrechen, bei dem 42 Menschen qualvoll verbrannten, ausgerechnet er, der Professor für Anglistik war und ein hochgebildeter und angesehener Shakespeare-Liebhaber? In Deutschland geboren, hat sich Robert für seine kroatische Abstammung nie interessiert, bis er eines Tages Ana begegnet, einer serbischen Studentin. Die Liebe zu ihr führt ihn in die Vergangenheit seiner Familie und die eines ganzen Volkes.

„Eine feinsinnig und leise, aber umso eindrücklicher erzählte Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Ein kluges, sehr berührendes Buch.“ (Anja Dürrmeier ― Diwan, BR3)
Nicol Ljubic Berlin Autor Journalist Heimatroman
Heimatroman oder Wie mein Vater ein Deutscher wurde

Sachbuch, 2006
Dies ist die Geschichte des jungen Autoelektrikers Drago Ljubic, der seine Heimatstadt Zagreb verlässt, um die Freiheit und das Glück in der Fremde zu suchen. Seine Odyssee führt ihn in den französischen Jet-set, die Arme von mindestens drei Frauen und als Techniker der Lufthansa durch die ganze Welt, bis er schließlich in einer deutschen Doppelhaushälfte sesshaft wird und sich angewöhnt, erst nach der Mittagsruhe mit dem Rasenmähen zu beginnen. Außerdem ist dies die Geschichte des preisgekrönten Journalisten Nicol Ljubic, der zusammen mit seinem Vater nach beinahe fünfzig Jahren die Wurzeln der Familie sucht und die Stationen der Auswanderung nachreist. Ein nostalgischer Blick auf das alte Europa und seine wundervollen Geschichten über Gastlichkeit, Freundschaft und die Liebe zu Wiener Schnitzeln.

„Zärtlich und mit sanftem Humor konzentriert er sich auf die Suche nach Nähe zwischen Sohn und Vater.“ (Brigitte)
Nicol Ljubic Berlin Autor Journalist Schreibtisch Buch Genosse Nachwuchs
Genosse Nachwuchs

Sachbuch, 2004
Was erwartet einen jungen Menschen, der genug hat vom Jammern und sich politisch engagieren will? Ein junger Mann Anfang Dreißig macht sich auf in die Niederungen der SPD. 40.000 Parteiaustritte und seine Freunde konnten ihn nicht abhalten. Er lernt die Bedeutung von Bier kennen, läßt sich vom Bundestagspräsidenten anbrüllen und von wütenden Bürgern beschimpfen. Genosse Ljubic aber hält durch. Denn wer, wenn nicht er – der Nachwuchs! – wird morgen die Welt regieren? Dieser ebenso kritische wie amüsante Erfahrungsbericht führt den politischen Alltag an der Basis vor Augen.

„Unterhaltsam ist das schon, wenn der Autor beispielsweise den ,Genossen Franz‘ höchst unsozialdemokratisch ,Herrn Müntefering‘ nennt – und in den besten Momenten sogar mit Nick Hornby vergleichbar.“ (Christian Hönicke – Der Tagesspiegel)
Mathildas Himmel Buch Nicol Ljubic
Mathildas Himmel

Roman, 2002
Es sei an der Zeit, einige Dinge zu tun, die ihr Vater nie geduldet hätte, sagt Mathilda zu ihrer besten Freundin. Julia ist die einzige, mit der sie noch Kontakt hält, seit sie an dem Morgen nach ihrem achtzehnten Geburtstag wortlos das Haus ihrer Eltern verlassen hat – verletzt von der Mitteilung ihres Vaters, dass sie nicht seine Tochter ist. Die Wochen und Monate nach ihrer Flucht in die Großstadt Hamburg sind bestimmt von dem Willen, die Wunde ihrer Biografie zu schließen: mit Sex, mit Euphorie und Schmerz, mit Neugier, Trotz und Wut. Doch je länger Mathilda weg ist, desto blasser wird der Schmerz der Erinnerung. Nachdem sie mit Julia quer durch Europa gereist ist, kehrt sie für kurze Zeit nach Hause zurück – um schließlich für immer gehen zu können.

„Ruhig, klar und mit einer Sprache, die so wunderschön melancholisch ist, dass man sich schon nach weiteren Werken sehnt…“ (Brigitte)

"Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige" - Voltaire

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